Fotoreise Hamburg

12 Mitglieder unseres Clubs fuhren vom 8. bis 11. Juni nach Hamburg. Manfred hatte die Idee und organisierte für uns die Reise. Wir hatten Glück mit dem Wetter, immer ein perfektes Timing und bekamen selbst bei den Mahlzeiten, ohne Anmeldung, immer Platz für die große Gruppe. Dank des Fotografen Patrick Ludolph kamen wir am Freitag in den Genuß von einem Profi an Stellen geführt zu werden, die man als Tourist nicht erreichen würde. Selbst das Wetter spielte mit! Sonnenaufgang am Morgen und dramatischer Himmel kurz nach dem Regen gegen Abend. Herzlichen Dank an Paddy für die gelungene Fotosession!
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Aber auch unsere Besichtigungstouren waren Perfekt!

Donnerstag 8. Juni
Am ersten Tag hieß es gleich früh aufstehen, denn der Zug startete breits um 5:30 h am Lohrer Bahnhof. Pünktlich trafen alle ein, sogar die Bahn!
Wir waren bereits um 10 Uhr am Ziel und hatten noch den ganzen Tag für die Stadtbesichtigung zur Verfügung. Zu Fuß erkunden wir die Alsterseen und frühstücken dort erst einmal in einem Lokal am See.
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Dann geht es Richtung Innenstadt mit dem Ziel Rathaus. Wir folgen einer Führung durch die prunkvollen Räume, die die einst reichen Kaufleute errichten ließen. Anschließend peilen wir die Landungsbrücken an. Dort finden wir im Block Bräu PLatz für das Abendessen. Ein Teil der Gruppe fährt dann mit der Fähre zum Stage Theater, um sich das Musical „Ich war noch niemals in New York“ anzusehen.
Am Ende der Vorstellung zur „blauen Stunde“ bietet die Stadt mit den vielen Lichtern eine willkommene Kullisse für die Fotografen (man soll hat immer seinen Foto dabei haben!).

Freitag 9. Juni
Um 4 Uhr riß uns der Wecker aus dem wohlverdienten Schlaf. Abmarsch 4:30 h vom Hotel. Alle waren pünktlich, super! Patrick Ludolph wartete bereits auf uns. Nach kurzer Vorstellung ging es los. Wir hatten uns noch ein Auto gemietet, damit alle 9 Kollegen die Ziele erreichen konnten. Start war neben dem Stage Theater an einer Kaimauer, die man nur mit dem Auto erreichen konnte. Nachdem wir den Pfad durch die wuchernde Vegetation gefunden hatten, waren wir am Ziel. Wir waren nicht die ersten, denn ein anderer Fotograf war bereits vor Ort. Wir packten unsere Stative aus und warteten auf den Sonnenaufgang, der nicht lange auf sich warten ließ.
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Anschließend ging es zur Köhlbrandbrücke. Zunächst dicht neben der Brücke direkt an der Elbe und dann auf kleinem Pfaden bis direkt darunter.
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Zurück ging es dann über die Brücke in den Containerhafen und weiter zu einem Punkt, von dem man die Köhlbrandbrücke gut sehen kann. Nahe der Speicherstadt befindet sich das Spiegel-Gebäude, dass sich am Morgen dort auf dem Wasser spiegelt.
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Dann war es Zeit für das Frühstück im Hotel.
Wir hatten Lust auf eine Barkassenfahrt und steuerten wieder die Landungsbrücken an.
In einer gemütlichen Fahrt durch die Elbkanäle bekamen wir alles Wissenswerte über die Stadt erklärt. Dann ging es zur Elbphilharmonie.
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Dort kann man kostenlos zur Aussichtsplattform fahren und sich den Hafenbereich von oben ansehen. In den Konzertsaal kommt man leider nicht.
Um 18 Uhr trafen wir uns wieder mit dem Fotografen Patrick Ludolph. Mit der Fähre ging es zum Museumshafen. Von dort aus kann man das Wendemanöver der großen Containerschiffe beobachten. Wir kamen gerade noch rechtzeitig dort an. Und unglaublicherweise hörte der Regen pünktlich dazu auf!
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Wir bekamen einen dramatischen Abendhimmel für den weiteren Spaziergang Richtung neuem Kreuzfahrtschiffsbahnhof geliefert.
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Zurück geht es dann mit der Fähre und in die Speicherstadt, um dort Nachtaufnahmen zu machen.

Samstag 10. Juni
Wir müssen heute nicht ganz so früh raus, da wir bis 9:30 h Zeit haben zum Miniaturwunderland zu kommen. Dort erwartet uns die größte Eisenbahnanlage der Welt. Auf 2 Etagen sind dort Landschaften mit unglaublicher Detailtreue aufgebaut. Ständiger Wechsel zwischen Tag und Nacht vermitteln realistsiche Darstellungen. Am besten kam der Flughafen bei den Besuchern an. Mit „echten“ Starts und Landungen und den dazugehörigen Geräuschen war die Anlage der Hit. Aber auch alles andere war sehenswert. In einem großen Stadion fand ein Konzert mit Helene Fischer statt. Dank LCD-Bildschirme an der Bühne und den blitzenden Zuschauern hatte das was richtig Realistisches.
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Anschließend besuchten wir die Speicherstadt und stärkten uns in einer Kaffeerösterei mit exotischen Kaffeesorten und Kuchen. Den Nachmittag widmenten wir der Stadt und gegen Abend fuhren wir mit der Fähre wieder zum Museumshafen. Wir wollten an der Strandperle den Abend verbringen und die vorbeifahrenden Schiffe beobachten. Allerdings war es Samstag und schönes Wetter, also alles voll, kein Platz! Wir gingen zurück zu einem Restaurant und hatten auf der Terrasse den gewünschten Ausblick. Der wurde dann auch mit großen Containerschiffen und dem Kreuzfahrtschiff Aida belohnt.
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Sonntag 11. Juni
Der Wecker wirft uns um 5 Uhr aus dem Bett! Wir wollen auf den Fischmarkt, der bereits um 6 Uhr startet. Es ist bereits viel los. Die Idee haben auch viele andere Touristen.
Von den Landungsbrücken aus gehen wir zu Fuß dorthin. Es kommen uns viele Menschen entgegen, die meisten stark alkoholisiert! Das gleiche Bild auf dem Markt. Viele Betrunkene sind unterwegs. Das hatten wir nicht erwartet. Der Markt erinnert eher an die Marktstände auf der Laurenzi statt an einen Fischmarkt. Marktschreier sind nur wenige da. Der ursprüngliche Flair ist verloren gegangen.
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In der Markthalle spielt bereits die erste Band und die Bierstände haben schon viel zu tun.
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An der Kaimaier sitzen die Nachtschwärmer und machen dort weiter, wo sie bei der Fete aufgehört haben. Ein Flitzer springt nackt in das Hafenbecken und kommt unter Beifall zurück zu seiner Gruppe. Eine Schlägerei wegen einem entlaufenen Huhn von Besoffenen sorgt für den Einsatz der Sicherheitskräfte.
In der Markthalle spilet jetzt die zweite Band und bringt Stimmung in die Bude. Wir machen noch ein paar Fotos und fahren dann mit der Fähre zurück und weiter ins Hotel zum Frühstücken. Im Garten genießen wir die Morgensonne.
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Am letzten Tag wollen wir mit der Fähre nach Finkenweiter und weiter mit dem Bus bis nach Blankenese. Der Bus ist klein und brechend voll. Umfallen geht nicht! Wir gehen über verschiedene Treppen zwischen den Villen hoch zur Stadt zurück. Es ist heiß und wir haben durst! Bei einem ital. Restaurant bekommen wir freundlicherweise Platz für die Gruppe. Gestärkt geht es dann mit der S-Bahn zurück in die Stadt. Wir gehen noch ein Eis essen und besichtigen den Michel. Dann geht es zurück zum Hotel die Koffer holen. Es ist Zeit für die Heimreise.
Wir sind schnell am Bahnhof und warten auf unseren ICE, der pünktlich eintrifft. Wegen einer Schülergruppe, die den falschen Einstige nimmt, kommt es im Wagen erst einmal zum Chaos. Alle Menschen schwer bepackt mit Koffern wollen durch den engen Gang in entgegengesetzte Richtung vorwärts kommen! Nach einer halben Stunde ist das Kunststück dann gelungen und jeder hat seinen Platz erreicht. Die Kinder toben sich dann erst mal aus, bis sie dann die Müdigkeit zur Ruhe zwingt. Wir trinken noch ein Bier im Speisewagen und erreichen dann Würzburg und unseren Anschlusszug nach Hause. Um 23:15 h  sind wir dann in Lohr.

Es war eine anstrengende, aber tolle, erlebnisreiche Reise. Alle zeigen sich zufrieden mit dem Erlebten und werden sicher wieder mit von der Partie sein, wenn der Fotoclub wieder auf Reisen geht.

Auf ein Neues!

 

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